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	<title> &#187; Viva Bavaria</title>
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		<title>„Ich will in die Berge!“</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 08:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Javier Gago Holzscheiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berge]]></category>
		<category><![CDATA[Viva Bavaria]]></category>

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		<description><![CDATA[Titel für diesen Artikel gäbe es zur Genüge: „Mit dem Hollandrad in die Berge“, „Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben“ oder auch „Bayrisch-Bluesig-Frech“. Der jetzt gewählte kommt ausnahmsweise ohne Ironie aus. Da ist einfach nur der Wunsch, etwas &#8230; <a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/%e2%80%9eich-will-in-die-berge/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/In-die-Berge.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2766" title="In die Berge" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/In-die-Berge.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
<p>Titel für diesen Artikel gäbe es zur Genüge: „Mit dem Hollandrad in die Berge“, „Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben“ oder auch „Bayrisch-Bluesig-Frech“. Der jetzt gewählte kommt ausnahmsweise ohne Ironie aus. Da ist einfach nur der Wunsch, etwas anderes zu sehen als die Tiefebene Bremens oder Kiels. Die geschätzten Leser könnten vermuten, der Reisehalbleiter kenne die Berge nur aus Filmen und hat nicht die physischen Kompetenzen, um einen Berg hoch zu wandern (Hollandrad in den Bergen), da er – wie so manch einer sagt – eben ein „Fischkopf“ ist. Über die körperliche Konstitution kann man streiten. Die Berge kennt er, seit die Großmutter ihn in die Schweizer Alpen führte, mit dem Onkel auch schonmal am Walchensee war und überall, wo er unterwegs ist, nicht den Ehrgeiz hat, einen Berg zu erklimmen, sondern einfach nur große Lust.</p>
<p>Wer mit dem Bayernticket einen kleinen Tagesausflug machen will, das steht fest, wird als Frühaufsteher (sic!) bestraft, es gilt erst ab 9 Uhr, nur Feiertags gilt es schon früher. Montag, der 30.4.2012, ist zwar ein sogenannter Brückentag, halb Bayern verzichtet darauf, einer Beschäftigung nachzugehen. Es ist sozusagen ein Halb-Feiertag. Was bleibt einem also anderes übrig als sich zu grämen und eine Normalfahrkarte zu lösen. Preis: 22,80 Euro, einfach, statt 29,- hin und zurück.</p>
<p>Angekommen in Kochel am See begibt sich der Halbgeleitete zunächst zur Touristeninformation. Die Masse der mit Meindl, Wanderstock und Thermohosen ausgestatteten Wanderer und Halbwanderer ist geleitet, hat sich vorab informiert. Sie nimmt also gleich den auf die Ankunft des Zuges abgestimmten Bus und eilt direkt zum Walchensee, der zweihundert Meter höher liegt als der Kochelsee und tschüß. Der Reisehalbleiter hingegen hat Zeit und unterhält sich, wie er so gerne tut, mit den Menschen vor Ort. Katja von der Touristeninformation kommt zwar aus Leipzig, kennt sich aber aus. Der Bus ist Weg, der nächste folgt zwei Stunden später. Warten ist nicht des Reisehalbleiters Tugend. Vorschlag: &#8220;Es gibt da einen Trampelpfad (immer am Zaun entlang), dann die alte kaum befahrene Straße nehmen, hin zum ersten Elektrizitäts-Wasserkraftwerk Deutschlands (man nutzte schon früh den Höhenunterschied der beiden Seen, um Energie zu gewinnen), dort einkehren. Die Curry-Wurst-Pommes ist gut. Dann von der Rückseite den Herzogstand (1731 m) erklimmen. Ja, den Pionier-Weg kann man laufen. Ein Bekannter hat mal die ganze Tour gemacht, war am Abend völlig fertig. Der Gratweg? Da liegt Schnee, aber, wer geübt ist?&#8221; &#8220;Spätestens danach&#8221;, erwidert der Reisehalbleiter.</p>
<p>Alles nach Plan. Am E-Werk (604 m) lockt Stefan, der eher den Eindruck macht, nach Australien zu gehören, dort zu arbeiten und nicht im tiefen Bayern sesshaft zu werden, mit besagter Wurstspezialiät. Und tatsächlich: Ein Jahr machte er Work-and-Travel in dem Land der Traumpfade. Des Kellners Stundenlohn dort: 25 Dollar, ein Bier kostet derzeit kaum weniger. Ohne dort zu arbeiten, ist Australien der finanzielle Ruin für fast jeden Europäer. Heute rockt der angenehme Münchner die Besucher oder (noch) eher die Passanten mit ordentlichem Blues, bayrisch-bluesig-frech steht auf einem Holzbrett eingebrannt.</p>
<p>Der Aufstieg ist ein Traum: der Jocher-Höhen-Weg die Empfehlung nach der ersten Etappe Aufstieg: gemütliches Schlendern durch einen bayrischen Wald. Keine Menschenseele auf diesem Weg. Nur ein Jäger schießt zur Warnung an den Reisehalbleiter fünfmal in die Luft. Ein paar einsame Mountainbiker, die schieben. Das Mountainbike den Pionier-Weg tragen? Naa, sage ich, das würde ich nicht machen. Der Weg führt über Stock und Stein, vorbei an reißenden Bächen und Wasserfällen. Der Major Dr. phil. (!) hat ganze Arbeit geleistet. Ein verträumtes Tal ist die Verbindung zwischen dem einsamen Pionier-Weg und der Ski- und Massenwander-Schneise. Hier begegnet man sehr vielen Menschen, hier laufen sie den flotten, mit dem Auto befahrbaren Weg herunter.</p>
<p>Oben zeigt sich das Panorama auf den Walchensee, von der Rückseite das erste auf der Wetterseite.</p>
<p>„Dort angekommen empfehle ich das Panorama der Gaststätte und am Besten, man setzt sich nicht in die zweite Reihe, da sieht man das Panorama ja nicht. Also besser sich dazusetzen“, erinnere ich mich. Schleiche, ganz ermattet von der sechsstündigen Wanderung, herum. Ja, was soll&#8217;s. „Kann ich mich dazu?“ „Ja, sicher!“ Wer in einem bayrischen Biergarten kein Bier trinkt und keine 14 Jahre alt ist und Spezi schlabbert, bestellt sich eine Apfelsaftschorle. Erste Annäherungsversuche an den Mann und die beiden Frauen neben mir scheitern kläglich. Der Mann, hätte ich es doch geahnt, ist ein Einheimischer: „Mit den Schuhen über den Grat-Weg? Um diese Uhrzeit? Wir haben fast sechs Stunden gebraucht, sind bis zur Hüfte im Schnee versunken! Morgen, meinst du, sind hier mehr Leute, weil erster Mai ist. Morgen ist der Tag der Corona-Bavaria, aber das kennt ihr ja in Bremen nicht, morgen machen wir was ganz anderes als Wandern.“</p>
<p>Als das Schwergewicht bayrischer Grantigkeit sich kurz zurückzieht, fragt der Reisehalbleiter die Mädels: „Ist der immer so grantig?“ „Wieso?“</p>
<p>Flucht, weg, schnell. Die Abkürzung: „Erdrutsch, Matsch,“ sagt ein Anderer: mit den Schuhen net! Flucht, Flucht, weg, schnell. Was soll&#8217;s? Ab in die Seilbahn (6,70 Euro), weg, weg, weit weg von hier. Puh, durchatmen. Den Bus nehmen, weg, ganz schnell weg von hier. Der Bus, der dreimal am Tag fährt&#8230; Wenn ich den nehme, dann bin ich ja drei Stunden nach Hause unterwegs. Espresso bezahlt, Daumen raus. Die Rettung: Frank, Bernd und andere Kletterfreaks sind anders, sie sind Kocheler, aber anders. Es gibt weder <em>die</em> Kocheler, noch <em>die</em> Münchner oder <em>die</em> Männer&#8230;</p>
<p>„Der schwankt aber ganz schön, dein Bully, in den Kurven,“ sagt Frank. Der Autor dieser Zeilen erwidert: „Wenn man von der Fahrt nichts spürt, ist das ja kein Fahrgefühl.“ Die Gesellschaft im Bus lacht. Bernd: „Die da oben im Norden haben einen ähnlichen schwarzen Humor wie wir im Süden, aber dazwischen ist nichts.“ Wie dem auch sei, <em>der</em> Norden, <em>der</em> Süden&#8230;</p>
<p>17:01 Uhr Ankunft am Bahnhof, Abfahrt Zug nach München 17:03 Uhr, der Reisehalbleiter hat immer noch kein Bayernticket, keine Zeit. Ab in den Zug. „Fahren Sie mit dem Bayernticket, nehmen Sie mich mit? Ich war heute zu früh und jetzt zu spät, um mir eines zu kaufen.“ „Ja, machen wir, aber so eine komische Erklärung können Sie sich beim nächsten Mal sparen!“ Wie sich herausstellt wohnen die beiden (Gertraude und ihre Freundin, deren Name ich vergessen habe) in Regensburg. Wir unterhalten uns also nett und fahren, ohne dass ich etwas dazuzahle nach München. Danke!</p>
<p>In München warten vier Bulgaren auf ihrer Fahrt nach Nürnberg auf mich; was sie erst erfahren, als ich sie anspreche. Letchkov, Stoitchkov, wir erinnern uns an bulgarische Fußballer von Weltrang.</p>
<p>Der Zug nach Nürnberg ist kein gewöhnlicher, in anderen Bundesländern fährt ein solcher als InterCity durch die Landen, er ist übervoll, kaum Platz. Meine Sitznachbarin blättert in ihrem Arabisch-Wörterbuch nach „schlau, gewitzt“ oder, wie der Jungtrompeter einwirft: „gerissen“. Na, höre ich mich sagen: „fuchsig, wie man dieses Bayernticket nutzen kann“, schwinge mich, in Pfaffenhofen angekommen, auf das „bei-einer-Auktion-für-Zwei-Euro-erstandene-Fahrrad“, falle ermattet in den Tiefschlaf und träume nicht von der Corona-Bavaria, was auch immer das sein mag. Ich will es nicht wissen, es sei denn irgendwann erzählt es mir jemand mit Charme&#8230;</p>
<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Charme-am-See.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2769" title="Charme am See" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Charme-am-See.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Druckrohre.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2754" title="Druckrohre" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Druckrohre.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Wasserkraftwerk.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2755" title="Wasserkraftwerk" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Wasserkraftwerk.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Bayrischer-Wald.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2765" title="Bayrischer Wald" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Bayrischer-Wald.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Natürlicher-Wasserweg.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2757" title="Natürlicher Wasserweg" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Natürlicher-Wasserweg.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Herr-Neischl.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2759" title="Herr Neischl" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Herr-Neischl.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Pionier-Weg.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2763" title="Pionier Weg" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Pionier-Weg.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Am-Alple2.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2779" title="Am Alple" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Am-Alple2.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Rauchkopf1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2782" title="Rauchkopf" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Rauchkopf1.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Schnee1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2781" title="Schnee" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Schnee1.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Gondolier1.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2783" title="Gondolier" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/Gondolier1.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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		<title>Brotzeit in Walhalla</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 13:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Javier Gago Holzscheiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalgetränk]]></category>
		<category><![CDATA[Viva Bavaria]]></category>

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		<description><![CDATA[Die schöne, gar nicht so bayerische Stadt Regensburg liegt bekanntermaßen dort, wo der Regen sich in die Donau ergießt. Hier haben einst die alten Römer ihren Lagerplatz aufgeschlagen. Heute verläuft ein grüner Gürtel um die alten Stadtmauern herum. Wer sich &#8230; <a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/brotzeit-in-walhalla/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Roller-pink.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2676" title="Roller, pink" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Roller-pink.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
<p>Die schöne, gar nicht so bayerische Stadt Regensburg liegt bekanntermaßen dort, wo der Regen sich in die Donau ergießt. Hier haben einst die alten Römer ihren Lagerplatz aufgeschlagen. Heute verläuft ein grüner Gürtel um die alten Stadtmauern herum. Wer sich frühmorgens auf die Pirsch macht, laufen geht oder, wie man hier so sagt, rennen geht, sofern man nicht den englischen Ausdruck „to jog“ strapazieren möchte, ist verzückt vom Grün und den Blumen der Stadt. Natürlich würde der englische Ausdruck diesen hier geführten Diskurs um ein Vielfaches verkürzen. Aber da der Reisehalbleiter, wie so viele wissen, seine Eigenheiten hat&#8230;</p>
<p>Er läuft herum, um die Stadt Regensburg, und begegnet, wie man es erwartet, einem Bremerhavener Lebensmittelauslieferer. Die Donau ist schließlich bekannt für ihre Flusskreuzfahrten. Da die Bremer schon immer Seehandel trieben, tun sie dieses heute, in dem sie nicht nur Flusskreuzfahrtschiffe in Regensburg, sondern auch in Venedig beliefern, mit dem LKW. Ohnehin gibt es einige Parallelen zwischen der Insel des Wohlseins, der Offenheit, des Charmes und Humors im Süden des „teutschen“ Landes und der Stadt Bremen, die durchaus mit den gleichen Attributen ausgestattet werden kann.</p>
<p>Schon beim Stadtwappen zeigt sich die Nähe dieser beiden Metropolen des Müßiggangs: der Schlüssel respektive die Schlüssel. Die Gemeinden, die sich dem Petrus, der stets Schlüssel für Himmel und Hölle mit sich führte, weihten, scheinen einen Bund des Charmes eingegangen zu sein. Die Bremer kommen etwas säkularisierter daher. Sie ließen sich in ihrer Stadtgeschichte stets ihr Recht auf Freiheit von keinem Geringeren als Karl dem Großen bescheinigen und neigen vielleicht daher zur Ironie. Warum also zwei Schlüssel abbilden? Kann doch der eine für dieses oder jenes gleichermaßen stehen. Bremen hat einen, Regensburg zwei, die Münchner gar keinen Schlüssel. Wohl dem, der den Schlüssel hat.</p>
<p>Regensburg, du grüne Stadt. Wer sich auf ein Zweirad setzt und losbraust die Donau flussaufwärts, erstarrt voller Ehrfurcht vor den alten Griechen. Selber waren die Griechen nicht in Regensburg, aber, da ihr Kulturerbe – das der alten Griechen versteht sich – noch lange nachwirkt, hier in Form des Neoklassizismus, zeigt sich plötzlich die Akropolis in der Oberpfalz: Walhalla, Ort der „teutschen Zunge“. Nach der Schmach an der Seite von Napoleon gegen andere „Teutsche“ kämpfen zu müssen und danach auch noch an dem Russlandfeldzug teilgenommen zu haben, musste schnell ein Monument für die Zusammengehörigkeit der „Teutschen“ daher. Hier entstand, nachdem der Beschluss schon lange gefasst war, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts Walhalla, heute behindertengerecht. Ein Fortschritt.</p>
<p>Büsten von historischen Persönlichkeiten schmücken die Wände. Einstein wirkt karikiert, Sophie Scholl irgendwie auch. Beethoven und Bach hingegen marmorn in der Wahrnehmung der deutschen Kulturgeschichte. Zugute halten muss man diesem „Corporate-Identity-Projekt“, dass auch Nicht-Deutsche Einzug erhalten haben. Erasmus von Rotterdam oder Peter Paul Rubens. Ein englischer Historiker (Doktor!) wirft ein: Nationalbewegungen jener Zeit hatten oft das Ziel, parlamentarische Demokratien zu bilden. Wie dem auch sei, die Eindrücke wollen gespült werden.</p>
<p>Hinab den Berg, herab in den Biergarten, wo ist er nur? Ein Hotel! Kupferpfanne. Komischer Name für ein Hotel und eine Gaststätte. Die Mutter des Hauses ruft: „Wir haben geschlossen!“ „Verzeihen Sie, Ihr Sohn zapft uns schon ein Bier.“ „Ach, ich dachte Sie wollen essen.“ „Ja, wir haben unsere Brotzeit dabei. Alles mit ihrem Sohn besprochen.“ Eigens Mitgebrachtes in einem Biergarten essen, das geht wohl nur in Bayern. Süßer Senf, Sauerteigbrot, Obatzter, Schinken und eine Regensburger Wurst. Mahlzeit zusammen!</p>
<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Walhalla-vonoben.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2678" title="Walhalla, vonoben" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Walhalla-vonoben.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Walhalla-behindertengerecht.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2679" title="Walhalla, behindertengerecht" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Walhalla-behindertengerecht.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Einstein-Walhalla.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2682" title="Einstein, Walhalla" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Einstein-Walhalla.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Eichenhofener-privat.png"><img class="alignleft size-full wp-image-2683" title="Eichenhofener, privat" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Eichenhofener-privat.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
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		<title>From &#8220;White Russia&#8221; with Love</title>
		<link>http://www.reisehalbleiter.com/blog/from-whiterussia-with-love/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 11:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Javier Gago Holzscheiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Viva Bavaria]]></category>

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		<description><![CDATA[Offiziell heißt &#8220;White Russia&#8221; im Englischen jetzt Belarus. Das Wortspiel dieses Beitrags gelingt aber mit dem historischem Namen besser. Vladimir aus Grodno spielt ein wundervolles Instrument, auch wenn er sagt, dass die Musik nur eine Parodie auf die Originalmusik ist. &#8230; <a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/from-whiterussia-with-love/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/from-whiterussia-with-love/">Hier klicken um das Video anzusehen</a></p>
<p>Offiziell heißt &#8220;White Russia&#8221; im Englischen jetzt Belarus. Das Wortspiel dieses Beitrags gelingt aber mit dem historischem Namen besser.</p>
<p>Vladimir aus Grodno spielt ein wundervolles Instrument, auch wenn er sagt, dass die Musik nur eine Parodie auf die Originalmusik ist. Andererseits kann man mit diesem Instrument das ganze Klangbild eines Orchesters abbilden, Melodie, Rhythmus und Bass. Wunderbar.</p>
<p>Ihm gelingt nicht nur Bach, sondern auch so mancher Italo-Pop aus den goldenen Zeiten der italienischen Unterhaltungsindustrie. Vladimir, den Straßenmusiker, trifft man nicht nur in Seitenstraßen, auch in Zwischenwelten wie der besten aller Drei-Sterne-Traveller-Absteigen südlich der Elbe. Vladimir war mal sehr erfolgreicher Pianist. Dann hatte er einen Hörsturz und kann seither sein Geld nicht mehr als Pianist verdienen. Er tourt stattdessen dreimal jährlich durch deutsche Touristenhochburgen, wo er sich den Lebensunterhalt verdient.</p>
<p>In Belarus gibt es kaum Industrie, kaum Arbeit. Früher, sagt Vladimir, war das anders. Da gab es die Sowjetunion. Als es sie noch gab, war die Union ein starker Verbund, auch wirtschaftlicher Art. Aus den asiatischen Gebieten wurden Rohstoffe für die Textilindustrie in White Russia geliefert. Die Industrie florierte. Heute wandern die Rohstoffe wohl allesamt nach China. Den Rest der Geschichte kennen wir.</p>
<p>Vladimir erzählt, dass die Bremer Stadtmusikanten sehr populär waren in der Sowjetunion. Weil sie für die Solidarität vierer Ausgestoßener stehen? Vielleicht, sagt Vladimir.</p>
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		<title>Zweimal keinen Kaffee, bitte!</title>
		<link>http://www.reisehalbleiter.com/blog/zweimal-keinen-kaffee-bitte/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 08:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Javier Gago Holzscheiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Viva Bavaria]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen oder auch ein Mensch, der ein gewisses Alter erreicht (wenigstens das kann der Reisehalbleiter über den Reisehalbleiter a.D. sagen), trinkt morgens statt einem leckeren italienischen Kaffee Tee, grünen Tee mit vier bis fünf Safranfäden darin, der Verträglichkeit wegen. Der &#8230; <a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/zweimal-keinen-kaffee-bitte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Zweimal1.png"><img title="Zweimal" src="http://www.reisehalbleiter.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/Zweimal1.png" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
<p>Menschen oder auch ein Mensch, der ein gewisses Alter erreicht (wenigstens das kann der Reisehalbleiter über den Reisehalbleiter a.D. sagen), trinkt morgens statt einem leckeren italienischen Kaffee Tee, grünen Tee mit vier bis fünf Safranfäden darin, der Verträglichkeit wegen.</p>
<p>Der Reisehalbleiter hingegen verträgt einen Espresso am Morgen recht gut und will nicht auf diese besondere Form der Bohne verzichten. Was aber tun, wenn sich in der &#8220;Traveller-Höhle&#8221; selbst mit Grubenlampe kein Kaffee auffinden lässt? Menschen, die eine gewisse Kaffeekultur pflegen, vergegenwärtigen sich bei der Suche bestimmte Bilder: eine Dose Lavazza, Illy oder auch Antigua Tazza d&#8217;Oro (alles vorhanden, aber alle leer) oder auch eine Kaffeemaschine, ob aus Edelstahl oder auch Aluminium. Dass man heute in Deutschland andere Bilder vor Augen haben muss, um zu finden, diese Tatsache wird das Thema eines zukünftigen Radiofeatures sein. Der Titel: &#8220;Pizza, Pasta, Caffè &#8211; Ein deutsch-italienisches Missverständnis&#8221;.</p>
<p>Wer also dem Leitspruch dieser Seiten folgt &#8221;Umwege erweitern die Ortskenntnis&#8221;, macht was? Er verlässt das Haus.</p>
<p>In Nürnberg, ja auch in Nürnberg gibt es Supermärkte (die gleichen wie in Bremen), aber auf gefühlt zwanzig Quadratmetern (Filiale Modell City) keinen Segafredo. Nur den Kilobeutel &#8220;Ganze Bohnen&#8221;. Kommt für einen Kurzaufenthalt nicht in Frage. Was tun? Bananen zurück ins Körbchen, ab in den nächsten Superbupersupermarkt. Junge Musik, Amy Winehouse, im Geschäft eher erfahrenere, weise Menschen. Kaffee, Espresso? Ja! Vorhanden: eine zehnfache Auswahl von Kilobeuteln für jene zwei Prozent dieser Gesellschaft, die sich zuhause eine verchromte Maschine leisten und Kaffee nur mit ihresgleichen trinken. Not for me.</p>
<p>Die charmant wirkende Kaffeebar namens Wohlleben? Geschlossene Gesellschaft! Der Spaziergang weitet sich aus, er wird zu einem Schlafwandel: Träume ich? Bin ich in Berlin? Samariterstraße? Einwurf Stichwort: Smartphone oder auch Klugphone. Wer am Boxhagener Platz in Berlin dem &#8220;Außenhirn&#8221; traut und als Ziel Brandenburger Tor eingibt, landet wo? Brandenburger Tor-Badminton e.V. Nun denn, Kaffee, wach werden, schnell, Express! Studentenbar? Gegenüber ein Gymnasium. Die Bar am Samstag geschlossen. Was bleibt? Kaffee &#8220;TOGO&#8221;. Wer einen 0,2-Liter-Becher für einen Espresso als &#8220;small&#8221; bezeichnet&#8230; Feature folgt. Ziel erreicht? PUH!</p>
<p>Zurück. Fotoapparat beim nächsten Mal gleich mitführen. Wegstrecke, Umweg ein zweites Mal ablaufen. Foto muss sein auf dieser Seite. Stopp. Was ist das? Fränkische Spezialitäten und mehr. Sehr weit gefasst, denkt sich der Reisehalbleiter, tritt hinein. &#8220;Haben Sie auch Kaffee?&#8221; &#8220;Ja, für Kunden, die warten müssen.&#8221; Ich unterhalte mich angeregt mit der Inhaberin über die Frage, ob Nürnberg wohl konservativ ist. Über Werbung im öffentlichen Raum, über Dinge, die erst dann selbstverständlich sind, wenn man nicht über sie spricht, bekomme einen Espresso-Kaffee, eine Praline &#8220;Aus Tausend und einer Nacht&#8221; geschenkt und verzichte auf den Zucker im Kaffee. Ich kaufe aufgrund des kleinen Geldbeutels noch einen kleinen Schoppen (0,25 l) Boxbeutel &#8220;Brennfleck - Domina Trocken - Sulzender Maustal&#8221;. Herzlichen Dank, Frau von der Grün und&#8230;</p>
<p>auf einen Kaffee am Eck.</p>
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